Tattoo
"Eins möchte ich noch einmal klar stellen", sagte Carmen, als ich vor ihr stand. Ich trug meinen Keuschheitskäfig, einen knappen, schrittoffenen Slip sowie halterlose Strümpfe und ich war so nervös wie selten zuvor in meinem Leben.
"Du bist für mich bald wirklich nur noch 'Fanny' ! Du bist eine ... nein ... du bist MEINE Ehesissy und MEIN Schwanzmädchen und das schon irgendwie 24/7 ! Das wird sicherlich nicht immer zu 100 Prozent im Alltag umsetzbar sein, aber Ziel wird es sein, den 100 Prozent so nah wie möglich zu kommen".
Sie schritt einmal um mich herum und begutachtete mein Outfit.
"Man merkt schon, dass eine feminine Seite in dir steckt ... das sieht durchaus schon vorzeigbar aus. aber das ist sicherlich eher Momentaufnahme oder siehst du immer so aus ?"
Ich schluckte. Natürlich sah ich nicht immer so aus. Ich versuchte tatsächlich, so oft es ging, in die feminine Rolle zu schlüpfen, aber der Alltag hinderte mich zu häufig daran. Ich blickte zu Boden.
"Nein ! Natürlich nicht immer ... nur wenn es mir möglich ist ..."
Meine Herrin hatte die Antwort erahnt.
"Dann vergisst du möglicherweise zwischendurch wer und was du bist ?"
Ich schüttelte verlegen den Kopf.
"Nein, bestimmt nicht !"
Sie lächelte mich vielsagend an.
"Doch ! Das würdest du tun".
Ohne Vorwarnung erhielt ich eine schallende Ohrfeige von ihr und zuckte zusammen.
"Halt mich bitte nicht für bescheuert ! Ich weiß, dass du es vergessen würdest, wenn du mit Kumpels nach dem Training ein Bier trinkst oder im Garten wühlst. ... oder auf einer Mannschaftsfahrt ..."
Ich konnte es nicht leugnen ... es gab viele Situationen, in denen "Fanny" plötzlich weit weg war.
"Insofern werde ich dich daran erinnern ... immer ... jederzeit ! Komm´ mit !"
Ich schaute sie verwundert an. Carmen ging zur Tür ... ich folgte ihr zögerlich, weil ich mich draußen noch sehr unwohl fühlte. Sie ging zu meinem Auto und stieg auf der Beifahrerseite ein, während ich zur Fahrertür ging, sie öffnete und schließlich erst einmal fragte.
"Wohin fahren wir denn ? Ich war so noch nie bei Tageslicht draußen !"
"Steig´ bitte ein", erhielt ich als Antwort und spürte, wie es in mir brodelte.
Ich war sehr devot und tat normalerweise genau, was von mir verlangt wurde, aber diese Reise ins Ungewisse schmeckte mir nicht".
"Fünf Rohrstockschäge ! Steig´ bitte ein !"
Ich hasste den Rohrstock ! Ich wusste aber auch, dass jedes weitere Wort meine Strafe nur weiter vergrößern würde und setzte mich auf den Fahrersitz.
Ich startete den Motor und fuhr los. während Carmen mir den Weg vorgab.
"Ich möchte dir etwas schenken ... ich möchte dich gern tätowieren lassen !"
Ich schaute sie ungläubig an, und es stieg schon eine gewissen Panik in mir auf.
"Ich möchte, dass du den Namen 'Fanny' wirklich trägst ! Du darfst dir aussuchen, wo ... aber über das 'ob' diskutiere ich nicht ! Du wirst ihn tragen ! ... und bis dein Tattoo abgeheilt ist, läuft sozusagen deine 'Probezeit'... ich teste dich und schaue, wie du dich entwickelst ... und wenn du es dir verdient hast, werde ich auch meinen Namen auf deinem Körper tätowieren lassen !"
Sie bremste und hielt an ... wir waren erst wenige Meter vom Haus weg.
"Jetzt könntest du aussteigen ..."
Ich hatte ziemlich genau verstanden, was sie mir sagen wollte. Ich blickte beschämt zu Boden, schüttelte dann jedoch schnell den Kopf.
"Nein, Herrin ! Am Knöchel ... innen ... dort ist es etwas versteckt aber doch da !"
Sie startete den Motor wieder und fuhr los ... seitdem trage ich den Namen "Fanny" an meinem Sprunggelenk und kann ihn auch nicht wieder ablegen. ... und seitdem warte ich nun darauf, dass die Probezeit vorbei ist und ich ein weiteres Tattoo erhalte.
www.lillikleine.com
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